Warum die meisten Trader Geld verlieren
Europäische CFD-Broker müssen offenlegen, wie viele Konten ihrer Privatkunden Geld verlieren. Diese Zahlen, die grossen Studien zu Daytradern und die Liquidationen am Kryptomarkt zeigen dasselbe Muster und auch, woran es liegt.
In 5 Minuten durch
Bei 14 grossen CFD-Brokern in der EU verlieren 55 bis 84 % der Privatkonten Geld, im Median 74 % (Stand 25. Oktober 2026). Vor 2018 fanden die Aufsichten in acht Ländern 74 bis 89 %, und die Quote blieb Jahr für Jahr fast gleich. In Brasilien verloren 97 % der Daytrader, die an mehr als 300 Tagen handelten. In Taiwan kosteten die Verluste der Privatanleger 2,2 % des BIP, zwei Drittel davon waren Steuern und Kommissionen. In den USA waren Vielhändler vor Kosten gleich gut wie alle anderen, nach Kosten 7 Prozentpunkte pro Jahr schlechter. Hebel vervielfacht Gebühren und Funding und macht aus normalen Schwankungen Totalverluste: Am 24. Oktober 2026 reichten rund 2 % Kursrückgang bei Bitcoin für rund 410 Mio. Dollar Long-Liquidationen. Dazu kommen Verhaltensmuster wie der Dispositionseffekt und das Weitermachen nach Verlusten. Verlässlich profitabel ist weniger als 1 % der Daytrader.
Dass die meisten Trader verlieren, hört man oft, meistens als Floskel. Dahinter stehen harte Daten: Pflichtangaben der Broker, Aufsichtsstudien und die Handelsdaten ganzer Börsen. Sie sind erstaunlich einheitlich und erklären ziemlich genau, warum es so ist.
Die Pflichtzahl
Drei von vier Konten verlieren Geld
Wer in der EU auf der Webseite eines CFD-Brokers landet, findet dort immer einen kurzen Warnhinweis. Er sagt, wie viel Prozent der Privatkundenkonten bei diesem Anbieter mit CFDs Geld verlieren. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat ihn 2018 vorgeschrieben.
Ein CFD ist ein Vertrag auf die Kursdifferenz einer Aktie, eines Index, einer Währung oder eines Rohstoffs. Man kauft den Basiswert nicht selbst, man setzt mit Hebel auf seine Bewegung. Gegenpartei ist in der Regel der Anbieter selbst.
Die Zahl wird alle drei Monate neu berechnet und deckt jeweils die letzten zwölf Monate ab. Ein Konto zählt als verlierend, wenn alle CFD-Ergebnisse zusammen negativ sind, alle Gebühren und Kosten eingerechnet. Konten, die im ganzen Zeitraum keine Position hatten, zählen nicht mit.
Am 25. Oktober 2026 meldeten 14 grosse, in der EU zugelassene Anbieter Werte zwischen 55 % bei eToro und 84 % bei Libertex. Zehn der vierzehn liegen bei 70 % oder höher.
Die tiefsten Werte haben Anbieter wie Interactive Brokers und eToro, bei denen viele Kunden CFDs nur nebenbei nutzen. Das dürfte einen Teil des Abstands erklären.
Die Zahl hat eine Grenze. Sie zählt Konten, nicht Menschen und nicht Beträge. Ein Konto mit 5 Euro Verlust wiegt genau gleich viel wie eines mit 50'000 Euro.
Vor 2018
Kein schlechtes Jahr, ein Dauerzustand
Die Pflichtzahl hat eine Vorgeschichte. Bevor die ESMA eingriff, hatten die Aufsichten in acht europäischen Ländern die Konten von CFD-Kunden ausgewertet. Überall verlor eine klare Mehrheit, von 74 % in Irland bis über 89 % in Frankreich.
Bemerkenswerter als die Höhe ist die Stabilität. In Polen lag der Anteil der aktiven CFD-Kunden mit Verlust von 2012 bis 2017 in jedem einzelnen Jahr zwischen 79 % und 82 %. In Frankreich blieb er von 2009 bis 2013 ebenfalls fast gleich, obwohl Aktien und Rohstoffe in diesen Jahren sehr unterschiedlich liefen.
Die ESMA spricht deshalb von einem strukturellen Merkmal des Renditeprofils. Damit fällt die bequemste Erklärung weg, die Kunden hätten einfach ein schlechtes Jahr erwischt. Wer in jedem Marktumfeld ungefähr gleich oft verliert, verliert nicht wegen des Marktumfelds.
Auch der Durchschnittsverlust führt in die Irre. In Frankreich verlor ein Kunde im Schnitt 10'887 Euro, der mittlere Kunde aber nur 1'843 Euro. Die meisten verlieren also überschaubare Beträge, eine Minderheit verliert sehr viel.
Brasilien
Vom Daytrading leben kann fast niemand
Was geschieht, wenn jemand jahrelang dranbleibt, zeigt eine Studie aus Brasilien. Die Ökonomen Chague, De-Losso und Giovannetti verfolgten alle 19'646 Personen, die 2013 bis 2015 zum ersten Mal mit Mini-Futures auf den brasilianischen Aktienindex Daytrading betrieben, also innerhalb eines Tages kauften und wieder verkauften.
Noch härter ist der Blick auf die Gewinner. Von diesen 1'551 Ausdauernden verdiente nur rund ein halbes Prozent mehr als das Anfangsgehalt eines Bankangestellten, umgerechnet 54 Dollar pro Tag. Etwa ein Prozent kam über den brasilianischen Mindestlohn von 16 Dollar pro Tag.
Der Beste von allen verdiente im Schnitt 310 Dollar pro Tag, mit Schwankungen um ein Vielfaches davon. Das Fazit der Autoren: Vom Daytrading zu leben ist praktisch unmöglich, auch wenn Anbieter von Trading-Kursen anderes versprechen.
Die Aufteilung nach Handelstagen zeigt ein deutliches Gefälle. Von denen, die nur an einem einzigen Tag handelten, lag knapp ein Drittel im Plus. Bei mehr als 300 Tagen waren es noch rund 3 %.
Die Logik dahinter ist einfach. Wer einmal handelt, kann Glück haben. Wer hunderte Male handelt, bezahlt hunderte Male Kosten, und das Glück gleicht sich aus.
Taiwan
Wohin das Geld der Privatanleger fliesst
Wenn so viele verlieren, muss das Geld irgendwo hin. Taiwan ist einer der wenigen Orte, an denen sich das für ein ganzes Land nachrechnen lässt. Die Ökonomen Barber, Lee, Liu und Odean werteten dafür die vollständigen Handelsdaten der Börse Taiwan aus.
Pro Jahr kostete das Handeln die Privatanleger 3,8 Prozentpunkte Rendite. Institutionelle Anleger machten im gleichen Zeitraum Gewinne, und fast die Hälfte davon ging an ausländische Häuser.
Insgesamt verloren die Privaten in diesen fünf Jahren 935 Mrd. Taiwan-Dollar, rund 32 Mrd. US-Dollar. Der grösste Posten waren dabei keine schlechten Entscheide. Gut ein Drittel ging an die Transaktionssteuer, fast ein weiteres Drittel an Kommissionen.
Zwei Drittel des Verlusts waren also reine Kosten. Nur gut ein Viertel ging auf schlecht gewählte Aktien zurück. Dabei waren die Sätze klein, die Steuer betrug 0,3 % pro Verkauf. Kleine Sätze, sehr oft bezahlt, ergeben den grössten Posten.
Die Handelsverluste stammten praktisch alle aus Marktorders, die sofort zum aktuellen Preis ausgeführt werden. Die Verluste der Privaten verschwinden also nicht einfach, ein guter Teil landet bei den Profis und ein anderer beim Staat.
USA
Wer am meisten handelt, behält am wenigsten
In den USA werteten Barber und Odean die Konten von 66'465 Haushalten eines grossen Discountbrokers von 1991 bis 1996 aus. Sie teilten sie nach ihrer Handelsaktivität in fünf gleich grosse Gruppen.
Vor Kosten waren alle fünf Gruppen praktisch gleich gut, mit 18,5 bis 18,7 % Rendite pro Jahr. Nach Kosten liegen sie weit auseinander. Das aktivste Fünftel, das jeden Monat gut ein Fünftel seines Depots umschichtete, kam netto auf 11,4 % pro Jahr. Das ruhigste Fünftel erzielte 18,5 %, der Markt 17,9 %.
Mehr Handel brachte also keine besseren Entscheide, nur mehr Kosten. Die Autoren führen das auf Selbstüberschätzung zurück: Wer seine Fähigkeiten überschätzt, handelt öfter, als seine Informationen es rechtfertigen.
Ihr Aufsatz heisst entsprechend «Trading Is Hazardous to Your Wealth». Schon der durchschnittliche Haushalt, der drei Viertel seines Depots pro Jahr umschichtete, blieb netto unter dem Markt.
Gebühren und Funding
Der Hebel vervielfacht auch die Kosten
An modernen Krypto-Börsen wirkt die einzelne Gebühr winzig. Gehandelt werden dort vor allem Perpetual Futures, Terminkontrakte ohne Verfallsdatum, mit denen man gehebelt auf Kurse setzt. Auf Hyperliquid, einer der günstigsten dieser Börsen, kostet ein Auftrag 0,045 % des Positionswerts.
Die Gebühr fällt allerdings auf den ganzen Positionswert an und nicht auf das eingesetzte Geld. Der Hebel vervielfacht sie deshalb. Wer 20 Mal im Monat ein- und wieder aussteigt, zahlt ohne Hebel 21,6 % seines Kapitals pro Jahr, mit 5-fachem Hebel schon mehr als das ganze Kapital.
Spread ist der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, Slippage die Abweichung vom erwarteten Preis. All das muss ein Trader erst verdienen, bevor er einen Franken Gewinn macht.
Dazu kommt die laufende Miete für den Hebel, das Funding. Die überfüllte Seite zahlt der anderen regelmässig einen Betrag, damit der Kontraktpreis nahe am Kassakurs bleibt. In Aufwärtsphasen sind das fast immer die Käufer.
Wer auf Hyperliquid in den zwölf Monaten bis Oktober 2026 durchgehend eine Bitcoin-Long-Position hielt, zahlte 5,84 % des Positionswerts an Funding. Bei 10-fachem Hebel entspricht das rund 58 % des Einschusses. Im Jahr davor war das Funding mehr als doppelt so hoch.
Wie viel eines Anstiegs mit geliehenem Geld gekauft wird, habe ich in «Geliehene Stärke»Member nachgezeichnet. Für die Rechnung hier reicht die Mechanik: Wer gehebelt kauft und hält, zahlt laufend mit, auch wenn der Kurs gar nicht fällt.
Hebel
Schon kleine Bewegungen löschen den Einschuss aus
Hebel heisst: Man hinterlegt nur einen Teil des Positionswerts als Sicherheit, den sogenannten Einschuss. Bei 10-fachem Hebel sind das 10 %. Fällt der Kurs um 10 %, ist dieser Einschuss vollständig weg.
Bei 50-fachem Hebel genügen 2 % Gegenbewegung, bei 100-fachem 1 %. In der Praxis schliesst die Börse die Position sogar etwas früher, weil eine Mindestsicherheit stehen bleiben muss. Diese Zwangsschliessung heisst Liquidation.
Wie oft Bitcoin so weit fällt, lässt sich auszählen. Die Börse OKX rechnet ihre Tageskerzen jeweils von 16 Uhr bis 16 Uhr UTC. In den 730 Tagen bis zum 25. Oktober 2026 fiel der Kurs dort von der Tageseröffnung bis zum Tagestief an 396 Tagen um mindestens 1 % und an 222 Tagen um mindestens 2 %.
Wer jeden Tag zur Tageseröffnung mit 100-fachem Hebel auf steigende Kurse setzte, hätte also an mehr als der Hälfte aller Tage den ganzen Einschuss verloren. Mit 50-fachem Hebel traf es fast jeden dritten Tag. Mit 2- bis 5-fachem Hebel reichte dagegen kein einziger Tagesrückgang. Die Zählung unterschätzt das Risiko eher, denn sie erfasst nur Bewegungen innerhalb eines solchen Börsentags und keine Gebühren.
In der EU gelten für CFDs seit 2018 Hebelgrenzen für Privatkunden, bei Kryptowährungen etwa höchstens 2:1. Zudem kann niemand mehr verlieren, als auf dem Konto liegt. Auf vielen Krypto-Plattformen ausserhalb dieser Regeln sind 50- bis 100-fache Hebel dagegen üblich.
Den Anteil der Verlierer hat die Grenze nach Einschätzung der FCA nicht gesenkt, die Verlustsummen dagegen schon, hochgerechnet um 309 Mio. Pfund pro Jahr. Der Hebel bestimmt also vor allem, wie viel und wie schnell jemand verliert. Ob jemand verliert, hängt stärker an Kosten und Verhalten.
Liquidationen
Fast immer trifft es die Käufer
Am Kryptomarkt lässt sich die Wirkung des Hebels fast in Echtzeit verfolgen, weil jede Zwangsschliessung in den Liquidationsstatistiken auftaucht. Long-Liquidationen treffen Käufer bei fallenden Kursen, Short-Liquidationen jene, die auf fallende Kurse gesetzt haben.
Unter den 52 grössten Liquidationstagen, die der Datendienst CoinGlass erfasst hat, waren 47 von Long-Liquidationen geprägt. Zusammen entfielen 79,7 % des Volumens auf die Käuferseite. Der Rekord fiel auf den 10. Oktober 2025, mit 19,16 Mrd. Dollar an einem Tag und 1,63 Millionen liquidierten Tradern.
Diese Summen sind der Wert der zwangsgeschlossenen Positionen und nicht der Verlust der Trader. Verloren ist meist der Einschuss, also ein Bruchteil davon. Weil die Börsen ihre Meldungen drosseln, dürften die wahren Werte eher höher liegen.
Für einen solchen Tag braucht es keinen Crash. In den 24 Stunden bis Sonntagnachmittag wurden mehr als 104'000 Trader liquidiert.
Der Grossteil fiel auf wenige Stunden am Nachmittag. An der Börse OKX, die jede Liquidation einzeln ausweist, entfielen 84 % der Long-Liquidationen auf die Zeit zwischen 14 und 17 Uhr UTC. Bitcoin fiel vom Hoch kurz vor 14 Uhr bei 80'847 Dollar bis zum Tief zwischen 15 und 16 Uhr auf 79'220 Dollar, um gerade einmal 2,0 %.
So viele Zwangsverkäufe bei einem so kleinen Rückgang sind nur möglich, wenn sehr viele Positionen mit hohem Hebel knapp über ihrer Liquidationsgrenze liegen. Bei 50-fachem Hebel reichen 2 % genau für den Totalverlust.
Wie ein solcher Rückgang aus Sicht der Marktteilnehmer aussieht, habe ich in «Getroffen»Member auseinandergenommen. Verkauft hatten damals die Futures-Trader und nicht die Halter.
Verhalten
Gewinne mitnehmen, Verluste aussitzen
Kosten und Hebel erklären viel, aber nicht alles. Ein weiterer Teil liegt im Verhalten. Odean wertete dazu 10'000 Konten eines US-Discountbrokers von 1987 bis 1993 aus und schaute, welche Positionen die Anleger verkauften.
Von ihren Buchgewinnen realisierten sie 14,8 %, von ihren Buchverlusten nur 9,8 %. Gewinne wurden also rund 50 % häufiger mitgenommen als Verluste. Nur im Dezember drehte sich das um, weil realisierte Verluste dann Steuern sparen.
Dieses Muster heisst Dispositionseffekt, und es kostet doppelt. Die verkauften Gewinneraktien entwickelten sich im Jahr darauf um 3,41 Prozentpunkte besser als die behaltenen Verlierer. Man verkauft, was weiterläuft, und hält, was weiter fällt.
Das zweite Muster ist das Weitermachen. In Taiwan hören über 75 % der Daytrader innert zwei Jahren wieder auf. Wer aber schon 50 Tage Erfahrung und eine Verlustgeschichte hatte, handelte mit 95,3 % Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten zwölf Monaten weiter, kaum seltener als erfahrene Gewinner mit 96,4 %.
Der grösste Teil des Handels kommt also von Menschen, die aus ihrer eigenen Bilanz wissen könnten, dass sie verlieren. Konsequenzen ziehen daraus nur wenige.
Was ich selbst aus einem Fehlsignal mitnehme, habe ich in «Fehlzündung»Member offen aufgeschrieben, mit dem Signal, das getäuscht hat.
Die Gewinner
Es gibt sie, aber es sind sehr wenige
Bleiben die Gewinner. In Taiwan betrieben von 1992 bis 2006 jedes Jahr rund 450'000 Personen Daytrading, und in einem typischen Jahr lag etwa ein Fünftel davon nach Gebühren im Plus.
Ein Gewinnjahr ist aber noch kein Können. Wäre alles Zufall, hätten 3,9 % in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewonnen. Tatsächlich waren es 6,6 %. Das ist mehr als Zufall, trotzdem waren zwei Drittel der Gewinner im nächsten Jahr wieder Verlierer.
Diese kleine Gruppe ist tatsächlich gut. Die 500 Besten eines Jahres verdienten im Folgejahr nach Kosten 37,9 Basispunkte pro Tag, also gut ein Drittel Prozent täglich. Wer dagegen eine Verlustgeschichte hatte, verlor im Folgejahr weiter, vor und nach Kosten.
Die Besten sind Vieltrader mit einer Gewinngeschichte, die auch auf fallende Kurse setzen und sich auf wenige Aktien konzentrieren. Dieselben Merkmale haben allerdings auch viele Verlierer, ein Rezept ist das also nicht.
Für die grosse Mehrheit der erfolgreichen Daytrader kommen die Autoren zu einem einfachen Urteil: Sie hatten Glück. Wer im einen Jahr vorne lag, war im nächsten meistens wieder hinten.
Nullsumme minus Kosten
Pflichtangaben, Aufsichtsstudien und die Handelsdaten ganzer Länder zeigen über drei Jahrzehnte und vier Kontinente dasselbe Muster. Bei regulierten CFD-Brokern verlieren heute rund drei Viertel der Privatkonten, unter den ausdauernden Daytradern in Brasilien 97 %. Mit Pech hat das wenig zu tun, die Quote bleibt in guten wie in schlechten Jahren fast gleich.
Der Mechanismus ist einfach. Kurzfristiger Handel ist vor Kosten ungefähr ein Nullsummenspiel, oft gegen besser informierte Gegenparteien. Nach Kosten wird die Summe negativ, und die Kosten wachsen mit jeder Transaktion und mit jedem Hebel.
Hebel und Verhalten verstärken das. Der Hebel macht aus gewöhnlichen Schwankungen Totalverluste. Selbstüberschätzung führt zu mehr Handel, der Dispositionseffekt zu falschen Verkäufen, und wer verliert, hört selten auf.
Können gibt es durchaus, bei einer kleinen Minderheit. Die Daten zeigen aber, dass die Chance, zu den dauerhaften Gewinnern zu gehören, im tiefen einstelligen Prozentbereich liegt oder darunter. Wer kurzfristig handelt, tritt gegen genau diese Statistik an.
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