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Hypotheken teurer als vor 2008: Warum der US-Häusermarkt einfriert, aber nicht zerbricht

Eine 30-jährige Hypothek kostet in den USA 7,40 Prozent Zins, mehr als im Vorlauf der Finanzkrise. Trotzdem fehlen fast alle Zutaten von 2008. Der Schaden zeigt sich anderswo: in einem Markt, in dem wenig verkauft, kaum refinanziert und vorsichtig gebaut wird.

Hypotheken teurer als vor 2008: Warum der US-Häusermarkt einfriert, aber nicht zerbricht

Sobald die Hypothekenzinsen in den USA steigen, fällt die Jahreszahl 2008. Diesmal liegt der Zins sogar über dem Niveau, das er vor der Finanzkrise erreicht hatte. Mich interessiert, ob die Daten den Vergleich tragen und was hohe Zinsen in einem Markt anrichten, der heute anders gebaut ist als damals.

01
Der Zins

Höher als im Vorlauf der Finanzkrise

Eine 30-jährige Hypothek mit festem Zins kostete in den USA in der Woche bis zum 7. Oktober im Durchschnitt 7,40 Prozent. Freddie Mac, einer der beiden grossen staatsnahen Hypothekenfinanzierer, hat diesen Wochenwert am 8. Oktober veröffentlicht. Höher lag der Zins zuletzt im November 2023, andere Messungen kommen auf 7,4 bis 7,5 Prozent.

Der Anstieg ist steil und jung. Anfang September lag der Zins noch bei 6,71 Prozent, vor einem Jahr bei 6,30 Prozent und im Februar, am Tief der letzten zwölf Monate, bei 5,98 Prozent. In fünf Wochen kamen also knapp 0,7 Prozentpunkte dazu, seit Februar 1,4 Prozentpunkte.

Für einen Käufer heisst das: Ein Kredit von 400'000 Dollar über 30 Jahre kostet bei 7,40 Prozent rund 2'770 Dollar im Monat für Zins und Tilgung. Das sind knapp 300 Dollar mehr als vor einem Jahr und rund 1'100 Dollar mehr als bei den 3 Prozent von 2021.

Für die Frage nach 2008 ist ein anderer Vergleich aufschlussreich. Der Zins liegt heute über dem Höchststand von 2006, als er im Juli 6,80 Prozent erreichte. Die Krise entstand damals also bei einem tieferen Zins als heute. Entscheidend war, welche Kredite vergeben worden waren. Ein hoher Zins allein reicht deshalb auch heute nicht aus, um eine zweite Hypothekenkrise auszulösen.

02
Die Ursache

Die Fed setzt den kurzen Zins, der Anleihemarkt den langen

Die meisten amerikanischen Hypotheken werden gebündelt und als Wertpapiere an Investoren verkauft. Die Investoren vergleichen sie mit zehnjährigen US-Staatsanleihen, deshalb folgt der Hypothekenzins deren Rendite. Diese Rendite lag in der Woche bis zum 8. Oktober im Mittel bei 5,29 Prozent, so hoch wie seit Mai 2002 nicht mehr. Vor einem Jahr waren es 4,14 Prozent.

Der Aufschlag der Hypothek gegenüber der Staatsanleihe beträgt 2,1 Prozentpunkte, fast gleich viel wie vor einem Jahr. Er entschädigt Investoren unter anderem dafür, dass Schuldner bei fallenden Zinsen vorzeitig zurückzahlen können, und liegt leicht über dem Mittel der Jahre 2000 bis 2019 von 1,8 Prozentpunkten. Den Anstieg erklärt er nicht: Von den 1,1 Prozentpunkten, die der Hypothekenzins in einem Jahr zugelegt hat, stammt praktisch alles aus der Anleiherendite.

Linienchart der Wochenwerte von Januar 2000 bis 8. Oktober 2026: Der 30-jährige Hypothekenzins von Freddie Mac verläuft parallel zur Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, mit einer grauen Fläche als Abstand. Im Juli 2006 lag der Hypothekenzins bei 6,80 Prozent. Am 8. Oktober 2026 liegt er bei 7,40 Prozent, die Anleiherendite bei 5,29 Prozent.
30-jähriger Festzins laut Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey; Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen als Mittel der sieben Tage bis zum jeweiligen Stichtag. Quelle: Freddie Mac PMMS, US Treasury via FRED; eigene Berechnung

Die US-Notenbank Fed bestimmt diesen langen Zins nur indirekt. Von September 2024 bis Dezember 2025 senkte sie den Leitzins um 1,75 Prozentpunkte, der Hypothekenzins blieb trotzdem praktisch unverändert bei gut 6 Prozent. Am 16. September 2026 hob die Fed den Leitzins wegen der erhöhten Inflation wieder an, auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Die langen Renditen sind in diesem Herbst deutlich stärker gestiegen als der Leitzins.

03
Der Bestand

Wer einen alten Kredit hat, bleibt sitzen

Der Zinsanstieg trifft nur einen Teil des Marktes. Rund 96 Prozent der ausstehenden Hypotheken haben einen festen Zins über 15 oder 30 Jahre. Für diese Eigentümer ändert sich die Monatsrate nicht, egal wo der Marktzins steht.

Viele haben sich in der Niedrigzinsphase 2020 und 2021 einen sehr tiefen Zins gesichert. Im zweiten Quartal 2026 trugen 47,6 Prozent des ausstehenden Kreditvolumens einen Zins unter 4 Prozent, im Durchschnitt zahlt der Bestand 4,5 Prozent. Wer umzieht, gibt einen billigen Kredit auf und muss einen teuren neuen aufnehmen. Viele bleiben deshalb, wo sie sind. Ökonomen sprechen vom Lock-in-Effekt.

Dieser Effekt löst sich nur langsam, weil alte Kredite durch Umzüge und Tilgung allmählich verschwinden. Anfang 2026 lag der Marktzins im Quartalsmittel nur noch 1,6 Prozentpunkte über dem Bestandszins. Mit 7,40 Prozent sind es jetzt wieder 2,9 Prozentpunkte. Der Sprung seit September hat die Entspannung vorerst gestoppt.

Linienchart von 2013 bis 2026: Der Durchschnittszins aller ausstehenden US-Hypotheken sinkt von 5,1 auf 3,5 Prozent und steigt bis zum zweiten Quartal 2026 auf 4,5 Prozent. Der Marktzins für neue Kredite liegt seit 2022 deutlich darüber; die Lücke ist gelb hinterlegt. Am 8. Oktober 2026 liegt der Marktzins bei 7,40 Prozent, 2,9 Prozentpunkte über dem Bestand.
Bestand: restschuldgewichteter Durchschnittszins aller ausstehenden Hypotheken. Markt: Quartalsmittel des 30-jährigen Festzinses, dazu der Wochenwert vom 8. Oktober 2026. Quelle: FHFA National Mortgage Database; Freddie Mac PMMS via FRED; eigene Berechnung

Die Folge ist ein Markt mit wenig Bewegung. Bestehende Häuser wurden im August mit einer Jahresrate von 3,98 Millionen verkauft, 2021 waren es rund 6 Millionen. Diese Zahlen beruhen auf Verträgen aus dem Juni und Juli, als der Zins um 6,5 Prozent lag.

Den Sprung auf 7,40 Prozent zeigen bisher nur die wöchentlichen Kreditanträge. In der Woche bis zum 2. Oktober lagen die Anträge für Hauskäufe 15 Prozent unter dem Vorjahr, jene für Refinanzierungen 56 Prozent darunter. Eine Refinanzierung lohnt sich nur, wenn der neue Zins tiefer ist als der alte, und das trifft heute für kaum einen Eigentümer zu.

04
Der Neubau

Wo der Zins direkt durchschlägt

Weil Bestandseigentümer kaum verkaufen, stellen Neubauten einen grossen Teil des Angebots. Bauträger müssen ihre Häuser loswerden und spüren den Zins deshalb unmittelbar. Im August reichte das Angebot an neuen Häusern beim damaligen Verkaufstempo für 8,5 Monate, im Mittel der Jahre 2000 bis 2019 waren es 5,8 Monate.

Im Januar standen 128'000 fertiggestellte, aber unverkaufte Neubauten auf dem Markt, so viele wie seit Juni 2009 nicht mehr. Bis August sank die Zahl auf 113'000. Ein neues Haus kostete im August im Median weniger als ein bestehendes, 393'700 Dollar gegenüber 429'100 Dollar. Das passt zu Bauträgern, die mit Preisnachlässen und Zinsverbilligungen nachhelfen.

Entsprechend vorsichtig wird gebaut. Aufs Jahr hochgerechnet begannen im August die Bauarbeiten an 918'000 Einfamilienhäusern. Das sind 19 Prozent weniger als im Mittel von 2021 und halb so viel wie auf dem Höchststand im Januar 2006. Die Fertigstellungen fielen auf den tiefsten Wert seit Dezember 2018.

Zwei Linien-Charts übereinander, monatlich von Januar 2000 bis August 2026. Oben: Baubeginne von Einfamilienhäusern mit dem Hoch von 1'823'000 im Januar 2006 und 918'000 im August 2026, Verkäufe neuer Häuser bei 684'000. Unten: Das Angebot an neuen Häusern reicht im August 2026 für 8,5 Monate, gegenüber einem Mittel von 5,8 Monaten in den Jahren 2000 bis 2019 und 9,6 Monaten im Dezember 2007.
Saisonbereinigte Jahresraten. Monate Angebot: zum Verkauf stehende neue Häuser geteilt durch das monatliche Verkaufstempo. Quelle: US Census Bureau, HUD via FRED (HOUST1F, HSN1F, MSACSR); eigene Berechnung

Beim Neubauangebot gibt es eine echte Ähnlichkeit mit 2007, als es Ende Jahr für 9,6 Monate reichte. Damals stand dahinter allerdings ein Bauboom, und als er kippte, halbierten sich die Baubeginne binnen zwei Jahren. Heute wird ohnehin nur halb so viel gebaut wie damals auf dem Höhepunkt.

05
Die Kreditqualität

Mehr Rückstände, von einem tiefen Niveau aus

Ende Juni waren 4,37 Prozent aller Wohnhypotheken mindestens 30 Tage im Zahlungsrückstand, 0,44 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der ernsthaft notleidenden Kredite, die mehr als 90 Tage im Verzug oder schon in der Zwangsvollstreckung sind, stieg zum vierten Mal in Folge und erreichte 2,06 Prozent.

Das Niveau hat mit der Krise wenig gemeinsam. Mehr als 90 Tage überfällig waren im zweiten Quartal 0,99 Prozent der ausstehenden Hypothekenschulden, gegenüber 1,31 Prozent Ende 2006 und 8,89 Prozent Anfang 2010. Gegen rund 55'000 Personen wurde im Quartal eine neue Zwangsvollstreckung eingeleitet, ein Viertel der 220'000 von Ende 2006.

Zwei Linien-Charts übereinander, Quartale 2003 bis zweites Quartal 2026. Oben: Anteil der Hypothekenschulden mehr als 90 Tage überfällig, 1,31 Prozent Ende 2006, Spitze 8,89 Prozent Anfang 2010, 0,99 Prozent im zweiten Quartal 2026. Unten: neue Zwangsvollstreckungen, 220'000 Personen Ende 2006, Spitze 566'000 Mitte 2009, 55'000 im zweiten Quartal 2026.
Anteil des ausstehenden Hypothekensaldos mehr als 90 Tage im Rückstand; Personen mit neu eingeleiteter Zwangsvollstreckung je Quartal. Quelle: NY Fed Consumer Credit Panel / Equifax, Household Debt and Credit Q2 2026

Eine Kennzahl ähnelt allerdings dem Vorlauf der Krise. Bei Wohnhypotheken in Bankbilanzen lag die Rückstandsquote im zweiten Quartal bei 1,86 Prozent, fast so hoch wie Ende 2006. Damals stieg sie binnen zwei Jahren auf 6,6 Prozent, getrieben von Krediten mit Zinsanpassung und von Schuldnern, deren Einkommen bei der Vergabe nicht geprüft worden war. Diese Kredite spielen heute kaum eine Rolle. Der Anstieg seit Ende 2023 dürfte eher eine Rückkehr zur Normalität nach ungewöhnlich wenigen Ausfällen sein.

Der Hypothekenzins erklärt die Rückstände wohl nur zum Teil, denn Festzinsschuldner zahlen dieselbe Rate wie bisher. Andere Lasten dürften mitspielen, etwa Studienkredite, bei denen 10,6 Prozent der Schulden mehr als 90 Tage überfällig sind.

06
Der Vergleich

Was 2008 möglich machte und was heute fehlt

Die Krise von 2008 folgte einer klaren Mechanik. Zwischen 2004 und 2007 wurden viele Kredite mit einem tiefen Lockzins vergeben, der nach zwei oder drei Jahren auf Marktniveau sprang. Im Jahr 2006 gingen 23,5 Prozent aller neuen Hypotheken an Schuldner mit schwacher Bonität, oft ohne Einkommensnachweis.

Als die Raten stiegen und die Preise fielen, konnten viele weder zahlen noch verkaufen, weil das Haus weniger wert war als der Kredit. Zwangsverkäufe drückten die Preise weiter. Über verbriefte Kredite, die in Bankbilanzen auf der ganzen Welt lagen, wurde daraus eine Bankenkrise.

Der Auslöser von damals fehlt heute weitgehend. Nur 4,3 Prozent der ausstehenden Kredite sind variabel verzinst. Seit 2014 müssen Kreditgeber zudem prüfen, ob ein Schuldner den Kredit zurückzahlen kann. Im zweiten Quartal 2026 gingen nur 3,0 Prozent des neuen Kreditvolumens an Schuldner mit einer Bonitätsnote unter 620 Punkten, Ende 2006 waren es 14,5 Prozent.

Auch das Polster ist da. Die Haushalte besitzen 71,9 Prozent ihres Wohneigentums schuldenfrei, Ende 2007 waren es 54,5 Prozent. Nur 0,3 Prozent der Hypotheken liegen über dem Wert des Hauses, 2013 waren es 11,3 Prozent. Wer mit Eigenkapital in Not gerät, kann verkaufen und muss nicht in die Zwangsvollstreckung.

Die Belastung ist ebenfalls tiefer. Zins und Tilgung für Hypotheken beanspruchen im Durchschnitt 5,8 Prozent des verfügbaren Einkommens, Ende 2007 waren es 9,0 Prozent. Für Neukäufer liegt der Wert allerdings deutlich höher. Leer stehende Eigentumsobjekte gibt es kaum, und die Preise steigen national noch leicht, während sie 2007 bereits fielen.

Verändert hat sich auch der Weg, auf dem sich Verluste ausbreiten. Rund 80 Prozent der Hypotheken liegen bei Fannie Mae und Freddie Mac, die seit 2008 unter staatlicher Verwaltung stehen, oder in staatlichen Programmen. Verluste landen damit beim Staat und nicht in einer Kette von Bankbilanzen. Das macht eine Bankenkrise unwahrscheinlicher, verlagert das Ausfallrisiko aber zum Steuerzahler.

2006/2007 gegen heute, Kriterium für Kriterium
Kriterium2006 / 2007Heute
30-jähriger Hypothekenzins6,80 % (Hoch Juli 2006)7,40 % (8.10.2026)
Neukredite mit Score unter 62014,5 % (Ende 2006)3,0 % (Q2 2026)
Median-Score bei Vergabe707 (Ende 2006)764 (Q2 2026, neue Skala)
Variable Kredite im Bestandkeine Daten vor 2013 (2013: 10,4 %)4,3 % (Q2 2026)
Rückstandsquote Banken1,92 % / 3,1 %1,86 % (Q2 2026)
Schulden 90+ Tage überfällig1,31 % / 2,93 %0,99 % (Q2 2026)
Neue Zwangsvollstreckungen pro Quartal220'000 / 349'00055'000 (Q2 2026)
Eigenkapital am Wohneigentum60,6 % (Anfang 2006) / 54,5 %71,9 % (Q2 2026)
Kredite über Hauswertkeine Daten vor 2013 (2013: 11,3 %)0,3 % (Q2 2026)
Schuldendienst Hypotheken8,5 % / 9,0 % des Einkommens5,8 % (Q2 2026)
Leerstand Eigentum2,7 % / 2,8 %1,2 % (Q2 2026)
Monate Angebot Neubau6,5 / 9,68,5 (August 2026)
Hauspreise nationalab 2006/07 fallend+1,9 % bis +3,0 % zum Vorjahr
Freddie Mac PMMS, Federal Reserve (FRED, Financial Accounts Z.1), NY Fed Household Debt and Credit, FHFA National Mortgage Database, US Census Bureau, S&P Case-Shiller; eigene Berechnung. Wo zwei Werte stehen: Ende 2006 / Ende 2007. Bonitätsnoten seit 2026 auf neuer Skala, Vergleich näherungsweise.
07
Die Schwachstellen

Wo der Druck tatsächlich steigt

Die klarste Schwachstelle sind Kredite, die von der Federal Housing Administration (FHA) versichert werden. Damit unterstützt der Staat Erstkäufer und Schuldner mit wenig Eigenkapital. In diesem Segment waren Ende Juni 11,79 Prozent der Kredite im Rückstand, 1,22 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Die ernsthaften Rückstände stiegen im Jahresvergleich um 2,27 Prozentpunkte, bei Krediten ohne staatliche Versicherung nur um 0,06.

Diese Schuldner haben ein dünnes Polster. In den staatlichen Programmen sind 12,9 Prozent der Kredite zu 91 bis 100 Prozent beliehen. Fallen in einzelnen Regionen die Preise, können hier Verluste entstehen, die in den Landesdurchschnitten nicht sichtbar sind.

Der grössere Schaden des hohen Zinses dürfte sich als Stillstand zeigen. Wenige Verkäufe, kaum Refinanzierungen und ein gebremster Bau treffen Makler, Hypothekenbanken und Bauträger. Wer in seinem billigen Kredit festsitzt, zieht seltener für eine neue Stelle um. Das kann die Konjunktur spürbar bremsen, ohne eine Bankenkrise auszulösen.

Offen ist, wie stark der jüngste Sprung wirkt. Die Daten zur Kreditqualität reichen bis Ende Juni, jene zu Verkäufen und Bau bis August. Den Anstieg von 6,71 auf 7,40 Prozent seit Anfang September enthalten sie noch nicht.

Fazit

Ein teurer Markt, kein Ausfallmarkt

Nach den nationalen Daten stehen die USA bei 7,40 Prozent Hypothekenzins nicht vor einer zweiten Hypothekenkrise. Es fehlt, was 2008 möglich machte: variable Kredite mit Zinssprüngen, eine breite Vergabe an Schuldner mit schwacher Bonität, Haushalte ohne Eigenkapital, fallende Preise und ein kippender Bauboom.

Ruhig ist die Lage trotzdem nicht. Das Neubauangebot ist hoch, die Rückstände steigen, bei den FHA-Krediten deutlich. Das sind Risiken an den Rändern des Marktes, eine Kettenreaktion durch das Finanzsystem zeichnet sich nicht ab.

Der hohe Zins wirkt über Mengen: weniger Käufe, weniger Refinanzierungen, weniger Neubau, weniger Umzüge. Das kann Käufern, der Bauwirtschaft und der Konjunktur lange wehtun. Der Markt friert ein, er zerbricht nicht.

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The Sanctis Letter 19. September 2026
Was sich beim Sanctis Letter verändert hat

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel am Sanctis Letter und am gesamten Memberbereich verändert.

Einige Dinge seht ihr sofort. Andere fallen wahrscheinlich erst auf, wenn ihr euch etwas durch die Plattform klickt.

Deshalb hier einmal alles gesammelt.

01
Neu gestaltet

Die Plattform sieht jetzt anders aus

Vor allem auf dem Handy war ich selbst nicht mehr zufrieden.

Es war teilweise zu voll und man musste zu lange suchen, bis man dort war, wo man eigentlich hinwollte. Deshalb habe ich die mobile Version fast komplett neu aufgebaut.

Die wichtigsten Bereiche findet ihr jetzt direkt unten in der Navigation.

Auch die Desktop-Version habe ich angepasst und an vielen Stellen aufgeräumt.

02
Neu

Auf Home findet ihr sofort den neusten Letter

Wenn ihr euch einloggt, seht ihr direkt den aktuellsten Sanctis Letter.

Darunter findet ihr auch die Inhalte, die ihr zuletzt gelesen habt. Wenn ihr einen Letter nicht fertig gelesen habt oder später noch einmal öffnen möchtet, müsst ihr ihn nicht erneut suchen.

Eine simple Änderung, die meiner Meinung nach schon lange gefehlt hat.

03
Neu geordnet

Research ist jetzt klarer aufgebaut

Im Research-Bereich findet ihr die Sanctis Letters und die kostenlosen Marktupdates sauber voneinander getrennt.

Ich spiele aktuell auch mit dem Gedanken, die normalen Letters teilweise etwas kürzer zu halten.

Nicht weniger Research und nicht weniger Inhalt. Einfach schneller zum eigentlichen Punkt.

Ich merke selbst, dass man nicht jeden Gedanken über zehn Absätze erklären muss. Mir ist wichtiger, dass ihr nach einem Letter genau wisst, was ich sehe, welche Szenarien ich beobachte und was meine Einschätzung verändern würde.

04
In Überlegung

Kurzfristige Einschätzungen

Im Bereich Updates findet ihr aktuell vor allem Änderungen rund um die Plattform.

Ich überlege gerade, dort zusätzlich kurzfristige Gedanken zum Markt zu veröffentlichen.

Also Beobachtungen, Veränderungen oder Einschätzungen, die wichtig sind, aber keinen kompletten Sanctis Letter benötigen.

Manchmal passiert etwas am Markt und ich möchte euch kurz sagen können, wie ich es einordne. Dafür jedes Mal einen ganzen Letter zu schreiben, macht keinen Sinn.

05
Neu

Ihr könnt mir direkt schreiben

Neu gibt es eine eigene Support-Seite.

Dort könnt ihr mir direkt Fragen stellen. Egal ob zu einem Sanctis Letter, zum Markt, zur Plattform oder zu einem anderen Thema.

Ihr müsst mir keine Mail schreiben oder mich irgendwo auf Social Media suchen. Alles läuft direkt über die Plattform.

Wenn ihr eine Anfrage sendet, schaut am nächsten Tag noch einmal rein. Ich habe euch dort dann sehr wahrscheinlich bereits geantwortet.

06
Kommt bald

Der Kalender kommt bald

Der neue Kalender ist noch nicht ganz fertig, sollte aber bald verfügbar sein.

Dort seht ihr, welche Letters, Playbooks und Live-Desk-Sessions ich als Nächstes plane.

Ich werde dort aber nicht drei Wochen im Voraus irgendwelche Themen eintragen, nur damit der Kalender voll aussieht.

Der Markt hält sich schliesslich auch nicht an meinen Plan.

Ihr seht, woran ich gerade arbeite und was als Nächstes geplant ist. Wenn plötzlich etwas Wichtigeres passiert, kann sich dieser Plan jederzeit ändern.

07
Geplant

Es wird grössere Playbooks geben

Neben den normalen Sanctis Letters möchte ich künftig auch deutlich längere Berichte zu einzelnen Themen veröffentlichen.

Zum Beispiel ein vollständiges Q4-Playbook mit meinen Erwartungen, verschiedenen Szenarien und den Punkten, bei denen sich meine Einschätzung ändern würde.

Diese Berichte werden als PDF auf der Plattform erscheinen und ebenfalls im Kalender angekündigt.

So muss ich nicht versuchen, jedes grössere Thema in einen normalen Letter zu pressen.

08
Neu

Der Live Desk

Neu gibt es ausserdem den Live Desk.

Das ist ein Chat, den ich zu bestimmten, vorher angekündigten Zeiten freischalten werde.

Zum Beispiel während eines FOMC-Meetings, bei wichtigen Marktereignissen oder wenn ich gerade aktiv den Markt analysiere.

Ihr könnt dort live mitlesen, Fragen stellen, selbst etwas schreiben oder mitdiskutieren.

Die Idee dahinter ist, euch näher an meine tatsächliche Arbeit zu bringen. Nicht immer erst Stunden später einen fertigen Rückblick veröffentlichen, sondern euch teilweise schon währenddessen zeigen, was ich gerade sehe und wie ich die Situation einordne.

Warum ein Chat und kein Livestream?

Weil ich kein Content Creator bin und auch keiner werden möchte.

Wenn ich während eines wichtigen Markttermins stundenlang in eine Kamera spreche, liegt mein Fokus irgendwann auf dem Stream und nicht mehr auf dem Markt.

Im Live Desk kann ich kurz eine Einschätzung schreiben, eine Frage beantworten oder eine Diskussion starten und mich danach wieder auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht.

Den Markt.

09
Unverändert

Die Suche bleibt bestehen

An der Suche ändert sich nichts.

Ihr könnt weiterhin nach älteren Letters, Themen und anderen Inhalten suchen.

Jetzt brauche ich eure Meinung

Ich baue den Sanctis Letter am Ende nicht für mich.

Deshalb möchte ich von euch wissen, was euch noch fehlt.

Was nervt euch? Was ist unnötig kompliziert? Welche Funktion oder welches Format würdet ihr tatsächlich benutzen?

Ihr müsst daraus keinen schönen Text machen. Schreibt einfach ehrlich rein, was ihr denkt.

Ich lese alles.

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Angekommen. Danke dir.

Deine Zeilen liegen in meinem Postfach. Wenn du eine Antwort erwartest, schreib mir zusätzlich über die Support-Seite, hier gibt es kein Feld dafür.

Fabian De Sanctis
The Sanctis Letter
19. September 2026