Die Ebbe
Das Protokoll vom Mittwoch kam, der Dollar hat die 100 gehalten, mein Trigger ist immer noch nicht ausgelöst. Heute zeige ich dir, warum das Wichtigste diese Woche nicht der Bitcoin-Preis ist, sondern ein leerer Geldtopf in der Fed, und was am Dienstag beim CPI wirklich zählt.
Hey Leute, in Letter XI habe ich euch gesagt, dass die Erholung zwar echt, aber unbestätigt ist, und dass der Mittwoch der Testtag wird. Am 8. Juli kam das Protokoll der letzten Fed-Sitzung, und es kam eher hart.
Der Dollar hat die 100 nicht gebrochen, er steht heute bei 100,96, fast auf den Punkt da, wo er letzte Woche stand. Damit ist mein wichtigster Trigger immer noch nicht ausgelöst, und die zwei roten Tage bei den ETF-Flows direkt nach dem Protokoll zeigen, dass ich mit der Vorsicht richtig lag. Bitcoin hat sich trotzdem an den oberen Rand der Range gequält und steht bei rund 64'100.
Und trotzdem ist diese Ausgabe keine Wiederholung. Denn diese Woche schaue ich weniger auf den Preis und mehr auf die Rohre unter dem Markt. Der wichtigste Chart ist nicht der Bitcoin-Chart, sondern ein Geldtopf in der Fed, der leergelaufen ist. Das klingt trocken, ist aber der Grund, warum das ganze System gerade empfindlicher reagiert als sonst. Gleichzeitig laufen unter der Oberfläche zwei On-Chain-Signale, die ich seit Wochen nicht mehr so klar gesehen habe.
Ich gehe zuerst durch die Struktur und die Auflösung vom Mittwoch. Dann zeige ich dir den leeren Puffer und was er bedeutet, danach den neuen Kanal, über den Liquidität überhaupt noch in den Markt kommt. Zum Schluss die zwei On-Chain-Signale und mein Fahrplan für die nächsten drei bis sieben Tage, mit dem CPI am Dienstag als ersten echten Test.
Also, letsgo.
Marktstruktur · Der Squeeze am oberen Rand
Bitcoin steht bei 64'100, direkt unter einer Wand aus Liquidität. Die Heatmap zeigt mir genau, wohin der Preis in den nächsten Tagen gezogen wird und wo er kippt.
Ordnen wir die Bewegung ein. Vom Tief bei 58'250 Ende Juni ist Bitcoin bis auf rund 64'500 gelaufen und hält sich jetzt bei 64'100. Auf dem Stundenchart siehst du, dass die letzten Tage kein steiler Anstieg mehr waren, sondern ein zähes Hocharbeiten in kleinen Schritten. Das ist typisch für eine Bewegung, die von Short-Eindeckungen getragen wird und nicht von frischen Käufern, die mit Wucht reinkommen. Ein Squeeze, keine Nachfrage.
Jetzt zur Heatmap, denn die ist diese Woche mein wichtigster taktischer Chart. Kurz, was du da siehst: Die hellen gelben Bänder sind die Preise, auf denen sich die grössten Mengen an Hebel-Positionen mit ihren Stopps und Liquidationen stapeln.
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