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Selbst überwiesen

Mehr als die Hälfte aller Schäden, die Betroffene 2025 der FBI-Meldestelle meldeten, hatte einen Krypto-Bezug. In den meisten Fällen hat das Opfer das Geld selbst überwiesen oder die Freigabe selbst unterschrieben.

Selbst überwiesen

Die meisten Krypto-Verluste beginnen nicht mit einem Hack. Sie beginnen mit einer Nachricht, einem Anruf oder einer Website, der jemand vertraut. Ich gehe hier die sechs Maschen durch, die heute am meisten Schaden anrichten, mit ihrem Ablauf und einem Warnsignal für jede.

01
Das Ausmass

Mehr als die Hälfte aller Schäden

Die FBI-Meldestelle für Internetkriminalität, kurz IC3, sammelt jedes Jahr die Beschwerden von Menschen, die online betrogen wurden. 2025 gingen dort 181'565 Beschwerden mit Krypto-Bezug ein. Zusammen meldeten die Betroffenen einen Schaden von 11,4 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als im Jahr davor.

54 %
So gross war 2025 der Anteil der Krypto-Fälle am gesamten Schaden, der beim IC3 gemeldet wurde.

Dabei sind Krypto-Fälle in dieser Statistik gar nicht so häufig. Von rund einer Million Beschwerden betraf nicht einmal jede fünfte Krypto. Diese Fälle sind aber sehr teuer: Im Schnitt verlor ein Opfer 62'604 Dollar, und 18'589 Menschen verloren je mehr als 100'000 Dollar.

2020 lag der Krypto-Anteil an allen gemeldeten Schäden noch bei 6 Prozent. Seit 2024 ist es mehr als die Hälfte. In den USA ist Krypto damit der Zahlungsweg, über den Betrugsopfer das meiste Geld verlieren.

Säulendiagramm des Krypto-Anteils am gesamten beim IC3 gemeldeten Schaden: 6 Prozent 2020, 23, 37, 45, dann 56 Prozent 2024 und 54 Prozent 2025, beide über der gestrichelten 50-Prozent-Linie; 2025 in Gelb.
Anteil der Schäden mit Krypto-Bezug an allen IC3-Schäden des Jahres. Quelle: FBI IC3 Internet Crime Reports 2020 bis 2025; eigene Berechnung

Die Zahlen haben eine Grenze. Gezählt wird nur, wer sich selbst meldet, und das sind vor allem Menschen in den USA. Wie viele Opfer sich schämen oder den Schaden nie melden, weiss niemand. Die 11,4 Milliarden zeigen deshalb, was gemeldet wurde, und nicht alles, was passiert ist.

02
Die Entwicklung

Dreimal so viel in drei Jahren

2020 meldeten Betroffene dem IC3 Krypto-Schäden von 0,25 Milliarden Dollar, fünf Jahre später waren es 11,4 Milliarden. Die frühen Jahre lassen sich nicht ganz sauber vergleichen, weil das IC3 Krypto-Fälle damals anders gekennzeichnet hat. Seit 2022 ist die Reihe gut vergleichbar, und seither haben sich die Schäden verdreifacht.

Säulendiagramm der beim FBI IC3 gemeldeten Krypto-Schäden 2020 bis 2025 in Milliarden Dollar: 0,25, 1,6, 3,8, 5,6, 9,3 und 11,4 im Jahr 2025, hervorgehoben in Gelb. 2020 und 2021 sind als anders abgegrenzt markiert.
2020/21 Kennzeichnung «Virtual Currency», ab 2022 «Cryptocurrency», daher nur bedingt vergleichbar. Quelle: FBI IC3 Internet Crime Reports 2020 bis 2025

Ein Teil davon ist der Kurs. Steigen Bitcoin und Ether, ist derselbe Betrag an Coins in Dollar mehr wert. Ein anderer Teil ist Bekanntheit: Je mehr Menschen die Meldestelle kennen, desto mehr Fälle tauchen in der Statistik auf.

Beides erklärt den Anstieg aber nicht ganz. Seit 2022 ist die Zahl der Krypto-Beschwerden um den Faktor 3,5 gewachsen, also sogar etwas schneller als der Schaden. Es melden sich deutlich mehr Opfer, nicht nur dieselben Opfer mit teureren Coins. Echtes Wachstum ist deshalb wahrscheinlich, auch wenn die genaue Rate offen bleibt.

Einen zweiten Blick liefert die Blockchain selbst. Die Analysefirma Chainalysis verfolgt weltweit, wie viel Geld an Adressen fliesst, die sie als Betrügeradressen erkannt hat. 2025 waren es mindestens 14 Milliarden Dollar. Weil laufend neue Betrügeradressen auffallen, rechnet Chainalysis für 2025 am Ende mit über 17 Milliarden.

Säulendiagramm der weltweit on-chain erfassten Zuflüsse an Betrugsadressen laut Chainalysis in Milliarden Dollar: 6 im Jahr 2020, je 12 in den Jahren 2021 bis 2023, 13 im Jahr 2024 und 14 im Jahr 2025 in Gelb, darüber schraffiert der erwartete Endwert von über 17.
Mindestwerte nach Stand des Crypto Crime Report 2026; frühere Jahre wurden nachträglich erhöht. Quelle: Chainalysis

Solche Werte wachsen fast immer nachträglich, im Schnitt um knapp ein Viertel zwischen zwei Berichten. Jede aktuelle Jahreszahl ist deshalb ein vorläufiger Mindestwert. Nach dieser Messung nehmen Betrüger seit 2021 jedes Jahr 12 bis 14 Milliarden Dollar ein. Mit den FBI-Zahlen darf man das nicht zusammenzählen, weil viele US-Opfer in beiden Statistiken stecken.

Ist Krypto also vor allem ein Werkzeug für Betrüger? Nach derselben Messung machen illegale Transaktionen weniger als 1 Prozent des gesamten erfassten Krypto-Volumens aus. Beides stimmt gleichzeitig: Fast alle Krypto-Zahlungen sind legal, und trotzdem verlieren Betrugsopfer in den USA über keinen anderen Zahlungsweg so viel Geld.

03
Die Rangliste

Wo das meiste Geld verloren geht

Das IC3 ordnet jede Beschwerde einer Masche zu. Bei den Fällen mit Krypto-Bezug liegt eine mit grossem Abstand vorne: der Investmentbetrug. 2025 kostete er die Opfer rund 7,3 Milliarden Dollar, knapp zwei Drittel aller Krypto-Schäden.

Waagrechte Balken der Krypto-Schäden 2025 beim IC3 nach Masche in Milliarden Dollar: Investmentbetrug 7,28 in Gelb, weit vor Fake-Support 1,23, Datenmissbrauch 0,94, Romance-Betrug 0,39, Jobbetrug 0,29, falsche Behörden 0,28, Sonstige 0,15 und Phishing 0,11.
Die acht grössten Kategorien des IC3 bei Fällen mit Krypto-Bezug, 2025. Quelle: FBI IC3, 2025 Annual Report

Auf Platz zwei folgt der Fake-Support mit 1,23 Milliarden Dollar. Dabei geben sich die Täter als Kundendienst einer Börse, einer Bank oder einer Softwarefirma aus. Zählt man die falschen Behörden mit 0,28 Milliarden dazu, kommen diese Telefon- und Chat-Maschen auf rund 1,5 Milliarden.

Klassisches Phishing, also gefälschte E-Mails und Websites, die Zugangsdaten abgreifen, spielt in Dollar mit 0,11 Milliarden eine kleine Rolle. Das passt schlecht zur verbreiteten Vorstellung vom Hacker, der eine Wallet knackt. Die grossen Summen fliessen dort, wo Menschen ihr Geld selbst überweisen, weil sie jemandem vertrauen.

Weltweit sieht es ähnlich aus. 2024 entfiel laut Chainalysis die Hälfte der erfassten Betrugseinnahmen auf gefälschte Investment- und Trading-Plattformen mit hohen Renditeversprechen. Ein weiteres Drittel ging an Pig Butchering, eine Masche mit langem Vertrauensaufbau. Zusammen sind das über 80 Prozent.

Waagrechte Balken der Anteile an den erfassten Krypto-Betrugseinnahmen 2024: Hochrendite und Trading 50,2 Prozent und Pig Butchering 33,2 Prozent in Gelb, dahinter Wallet-Drainer 9,5, Rug Pull 4,0, Address Poisoning 1,1 und weitere unter 1 Prozent.
Anteile an den on-chain erfassten Betrugseinnahmen 2024. Quelle: Chainalysis, Crypto Crime Report 2025

Wallet-Drainer, also Websites, die eine Wallet nach einer Unterschrift leeren, kamen auf 9,5 Prozent, vergiftete Adressen auf 1,1 Prozent. In Dollar sind diese technischen Maschen deutlich kleiner. Sie treffen dafür vor allem Menschen, die aktiv mit eigenen Wallets arbeiten.

04
Die Opfer

Wer am meisten verliert

Die grössten Schäden tragen ältere Menschen. Über 60-Jährige meldeten 2025 Krypto-Schäden von 4,4 Milliarden Dollar. Das ist fast die Hälfte aller Krypto-Schäden mit Altersangabe, obwohl diese Gruppe nur 30 Prozent der Beschwerden stellte.

Säulendiagramm der Krypto-Schäden 2025 nach Alter in Millionen Dollar: unter 20 27, 20 bis 29 289, 30 bis 39 862, 40 bis 49 1'553, 50 bis 59 2'139 und über 60 4'432 in Gelb.
Nur Beschwerden mit Altersangabe (148'970 von 181'565). Quelle: FBI IC3, 2025 Annual Report

Der Unterschied liegt im Betrag je Fall. Ein Opfer zwischen 20 und 29 verlor im Schnitt rund 16'000 Dollar, ein Opfer über 60 rund 99'000 Dollar. Darin steckt auch, dass Ältere oft mehr Erspartes haben und eher melden. Seit 2023 haben sich die gemeldeten Schäden dieser Gruppe fast verdreifacht.

Daraus folgt nicht, dass nur Ältere oder nur Anfänger in die Falle tappen. Beschwerden kommen aus allen Altersgruppen, die 30- bis 49-Jährigen stellen zusammen 38 Prozent. Über das Krypto-Wissen der Opfer sagt die Statistik nichts. Treffender ist deshalb: Betrug trifft alle, Ältere verlieren pro Fall am meisten.

05
Masche 1

Pig Butchering: erst Vertrauen, dann Geld

Pig Butchering heisst wörtlich Schweineschlachten. Der Vergleich dahinter ist brutal: Das Schwein wird erst gemästet, dann geschlachtet. Die Täter bauen über Wochen oder Monate eine Beziehung auf, bevor sie zum ersten Mal über Geld sprechen.

Der Kontakt beginnt fast beiläufig, über eine SMS, Social Media, eine Werbeanzeige oder eine Dating-App. Schnell wechselt das Gespräch in einen Messenger. Dort entsteht eine Freundschaft oder eine Romanze, und irgendwann erzählt die neue Bekanntschaft von ihren Erfolgen mit Krypto oder von einem Experten, der ihr dabei hilft.

Dann kommt die Plattform. Das Opfer zahlt auf eine Website oder App ein, die echt aussieht und steigende Gewinne anzeigt. Manchmal klappt sogar eine kleine Auszahlung, was das Vertrauen weiter stärkt. Später bieten die Täter Kredite an, damit das Opfer mehr einsetzt.

Säulendiagramm des Krypto-Investmentbetrugs beim IC3 in Milliarden Dollar: 0,9 im Jahr 2021, 2,6, 4,0, 5,8 und 7,3 im Jahr 2025 in Gelb.
Investmentbetrug mit Krypto als Zahlungsweg, 2021 bis 2025. Quelle: FBI IC3 Internet Crime Reports 2021 bis 2025, Crypto Fraud Report 2023

Will das Opfer schliesslich sein Geld abziehen, verlangt die Plattform zuerst Steuern oder Gebühren. Wer zahlt, bekommt eine neue Forderung. Irgendwann sind die Täter verschwunden und mit ihnen das ganze Geld.

78 %
So viele der Opfer, die das FBI 2025 gezielt warnte, wussten nicht, dass sie gerade betrogen werden.

Seit Januar 2024 benachrichtigt das FBI Menschen, die gerade Geld an solche Plattformen schicken. 2025 waren es 3'780 Opfer, und die meisten glaubten bis zu diesem Moment an ihre Gewinne. So liessen sich weitere Verluste von geschätzt 226 Millionen Dollar verhindern.

Hinter vielen dieser Plattformen stehen nach Angaben des FBI organisierte Gruppen in Südostasien. Die Menschen, die dort die Chats schreiben, sind oft selbst Opfer von Menschenhandel und werden zu dieser Arbeit gezwungen.

Das Warnsignal: Kommt ein Anlagetipp von jemandem, den du nur online kennst und nie persönlich getroffen hast, ist äusserste Vorsicht geboten. Das gilt auch dann, wenn die Bekanntschaft seit Monaten besteht und sich echt anfühlt.

06
Masche 2

Die Plattform, die nur Gewinne zeigt

Gefälschte Börsen und Trading-Apps sind der Kern fast jedes Investmentbetrugs. Eine eigene Statistik gibt es für sie nicht, sie stecken in den Zahlen zum Investmentbetrug. Pig Butchering ist der Weg dorthin, die Plattform ist der Ort, an dem das Geld verschwindet.

Die angezeigten Gewinne gibt es nur in der App. Die Täter kontrollieren die Website oder App, das eingezahlte Geld ist längst bei ihnen. Darum braucht die Masche weder ein gestohlenes Passwort noch eine Seed Phrase: Das Opfer überweist alles selbst.

Das FBI beschreibt zwei Varianten, die technischer wirken. Beim sogenannten Liquidity Mining verbindet das Opfer seine eigene Wallet mit einer App und soll dafür 1 bis 3 Prozent Rendite pro Tag erhalten, bis die Wallet plötzlich leer ist. Bei Play-to-Earn-Spielen läuft es ähnlich: Wer seine Wallet verbindet, um mit einem Spiel Geld zu verdienen, verliert, was darauf liegt.

Das klarste Warnsignal kommt beim Auszahlen. Verlangt eine Plattform zuerst eine Gebühr oder eine Steuer, bevor sie dein Geld herausgibt, ist das keine Auszahlung. Es ist die nächste Einzahlung.

Verdächtig sind auch garantierte Renditen und eine Plattform, die dir jemand empfohlen hat, statt dass du sie selbst gefunden hast. In der Schweiz hilft die Warnliste der Finanzmarktaufsicht FINMA, auf der Anbieter stehen, die möglicherweise ohne Bewilligung arbeiten. 2025 kamen über 300 Einträge dazu, so viele wie nie. Die Liste ist aber nicht vollständig, ein fehlender Eintrag macht eine Plattform noch nicht seriös.

Neu sind gefälschte Videos. Das IC3 beschreibt KI-generierte Videos und Stimmen von Prominenten, Firmenchefs und Vertrauenspersonen, die in falschen Investmentclubs auftreten. Im Jahr 2025 kostete Investmentbetrug mit gemeldetem KI-Bezug 632 Millionen Dollar, rund 7 Prozent des gesamten Investmentbetrugs.

Zwei waagrechte Balken: Investmentbetrug beim IC3 2025 insgesamt 8'649 Millionen Dollar, davon mit gemeldetem KI-Bezug 632 Millionen oder 7 Prozent, in Gelb.
Alle Zahlungswege. Der KI-Bezug ist eine Untergrenze, weil viele Opfer ihn nicht erkennen. Quelle: FBI IC3, 2025 Annual Report

Das ist eine Untergrenze, denn viele Opfer merken gar nicht, dass KI im Spiel war. Betrugsgruppen, die nachweislich an KI-Anbieter zahlten, nahmen laut Chainalysis im Schnitt 4,5-mal so viel ein wie andere. Deepfakes machen die Masche überzeugender, die Hauptursache der Schäden sind sie nach heutigem Stand aber nicht.

08
Masche 3

Der Anruf vom falschen Support

Beim Fake-Support meldet sich jemand als Mitarbeiter einer Börse, einer Bank, eines Wallet-Anbieters oder als Polizist. Es gebe ein Problem mit deinem Konto. Die Lösung ist immer dieselbe: Dein Geld soll auf eine «sichere» Wallet, oder du sollst den Tätern Zugang zum Konto geben.

Manche Opfer werden gar nicht angerufen. Sie suchen online selbst nach der Support-Nummer ihrer Börse und landen bei einer gefälschten. Am Telefon wirkt dann alles wie ein normaler Kundendienst.

Diese Maschen wachsen schnell. Fake-Support und falsche Behörden mit Krypto-Zahlung kosteten US-Opfer 2023 noch 0,53 Milliarden Dollar, 2025 bereits 1,51 Milliarden. Weltweit war die Masche, sich als Behörde oder Börsen-Support auszugeben, 2025 laut Chainalysis die am schnellsten wachsende: Die Zahlungen an solche Gruppen stiegen auf das 15-Fache.

Gestapelte Säulen der Schäden durch Fake-Support und falsche Behörden mit Krypto-Zahlung in Milliarden Dollar: 0,53 im Jahr 2023, 1,11 im Jahr 2024 und 1,51 im Jahr 2025, der Balken 2025 in Gelb, Fake-Support jeweils der grössere untere Teil.
Tech- und Kundensupport-Betrug sowie Behörden-Impersonation mit Krypto als Zahlungsweg. Quelle: FBI IC3, Crypto Fraud Report 2023, Annual Reports 2024 und 2025

Oft endet das Gespräch an einem Krypto-Automaten. Die Täter leiten das Opfer an, Bargeld abzuheben und es an einem solchen Automaten einzuzahlen, per QR-Code direkt an ihre Wallet. 2025 meldeten US-Opfer über Krypto-Automaten Schäden von 389 Millionen Dollar, drei Viertel davon trugen über 60-Jährige.

Säulendiagramm der Schäden über Krypto-Automaten beim IC3 in Millionen Dollar: rund 28 im Jahr 2021, 2022 nicht ausgewiesen, über 189 im Jahr 2023, 247 im Jahr 2024 und 389 im Jahr 2025 in Gelb.
2022 hat das IC3 keinen Wert ausgewiesen. Quelle: FBI IC3, Internet Crime Reports 2021, 2024, 2025, Crypto Fraud Report 2023

Das Warnsignal: Keine echte Behörde verlangt eine Zahlung über einen Krypto-Automaten, und keine echte Börse will, dass du dein Guthaben zum Schutz auf eine andere Wallet schiebst. Bei einem unerwarteten Anruf legst du auf und wählst selbst die offizielle Nummer, die der Anbieter auf seiner Website angibt.

09
Masche 4

Die zweite Runde: falsche Rückholdienste

Wer einmal betrogen wurde, wird oft ein zweites Mal angesprochen. Angebliche Anwaltskanzleien, Ermittler oder Rückholdienste melden sich über Social Media und Messenger oder werben in Kommentarspalten und Suchergebnissen. Sie versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen, und behaupten gern, mit Behörden zusammenzuarbeiten.

Der Ablauf ist immer ähnlich. Zuerst verlangen sie eine Vorauszahlung, dann liefern sie einen angeblichen Bericht, der den Weg des Geldes auf der Blockchain nachzeichnet, dann kommen neue Gebühren. Das IC3 warnt sogar vor Betrügern, die sich als das IC3 selbst ausgeben.

2025 meldeten 10'516 Menschen dem IC3 Schäden von 1,4 Milliarden Dollar durch solche Dienste. Fast die Hälfte davon trugen über 60-Jährige. Die Summe kann auch Verluste aus dem ersten Betrug enthalten, der die Opfer überhaupt erst zum Rückholdienst brachte.

Zwei Felder mit waagrechten Balken nach Alter, Schäden 2025 in Millionen Dollar. Falsche Rückholdienste: über 60 540, 50 bis 59 298, 40 bis 49 195. Krypto-Automaten: über 60 258, alle jüngeren Gruppen zusammen deutlich weniger. Die Gruppe 60+ jeweils in Gelb.
Rückholdienste können laut IC3 auch Verluste aus dem ersten Betrug enthalten. Quelle: FBI IC3, 2025 Annual Report

Dabei können private Firmen nach Angaben des FBI keine rechtlichen Anordnungen erlassen, um gestohlene Kryptowährungen einzufrieren oder zu beschlagnahmen. Börsen sperren Guthaben nur nach eigenen Abläufen oder auf Gerichtsbeschluss. Das Warnsignal ist deshalb eindeutig: Wer verlorenes Krypto gegen Vorauszahlung zurückholen will, ist der nächste Betrüger.

Ganz aussichtslos ist ein Verlust trotzdem nicht immer. Das Recovery-Team des IC3 konnte 2025 in 3'900 Fällen 679 Millionen Dollar einfrieren, 58 Prozent der gemeldeten Abflüsse. Das waren vor allem Banküberweisungen, die sehr schnell gemeldet wurden, solange das Geld noch im Bankensystem lag.

Zwei waagrechte Balken: Das Rückholteam des IC3 erhielt 2025 Meldungen über Abflüsse von 1'164 Millionen Dollar und konnte 679 Millionen einfrieren, 58 Prozent, in Gelb.
Alle Maschen, vor allem schnell gemeldete Banküberweisungen, nicht nur Krypto. Quelle: FBI IC3, 2025 Annual Report

Auch Behörden greifen zu. Im Oktober 2025 reichte das US-Justizministerium die grösste Einziehungsklage seiner Geschichte ein, über rund 127'271 Bitcoin im Wert von etwa 15 Milliarden Dollar. Sie richtet sich gegen den Gründer der kambodschanischen Prince Group, der Betrugszentren mit Zwangsarbeit betrieben haben soll. Es ist eine Anklage und kein Urteil, und ob einzelne Opfer davon Geld zurückbekommen, ist offen.

Für Einzelne gilt meistens: Was über Krypto verloren ist, kommt selten zurück. Die beste Chance hat, wer sofort meldet. Und genau diese Hoffnung auf Rückholung nutzen die falschen Helfer aus.

10
Masche 5

Die Unterschrift, die die Wallet leert

Wer eine eigene Wallet nutzt, bestätigt jede Aktion mit einer digitalen Unterschrift, einer sogenannten Signatur. Manche Signaturen erlauben einer Anwendung, bestimmte Token aus der Wallet zu bewegen. Das nennt man eine Freigabe oder Approval, und im normalen Gebrauch braucht man sie, damit eine Anwendung überhaupt mit den eigenen Token arbeiten kann.

Ein Wallet-Drainer missbraucht genau diese Freigabe. Eine Phishing-Seite, oft getarnt als Gratis-Verteilung von Token (ein sogenannter Airdrop) oder als neues Projekt, bittet um eine Signatur. Wer bestätigt, erlaubt dem Angreifer, die Token abzuziehen. Die Seed Phrase braucht er dafür nicht, und auch eine Hardware-Wallet schützt nicht, wenn man die Signatur auf dem Gerät selbst bestätigt.

Solche Seiten tauchen gern rund um grosse Nachrichten auf. Als im Januar 2024 das X-Konto der US-Börsenaufsicht SEC gehackt wurde, warben Betrüger mit der Aufregung für ihre gefälschten Seiten.

Nach Zählung der Sicherheitsfirma Scam Sniffer kosteten Drainer 2024 rund 494 Millionen Dollar bei 332'000 Opfern. 2025 waren es noch 84 Millionen bei rund 106'000 Opfern. Verschwunden ist die Masche damit nicht: Wenn alte Drainer-Dienste aufhören, übernehmen neue.

Säulendiagramm der Schäden durch Wallet-Drainer in Millionen Dollar: 295 im Jahr 2023 bei 324'000 Opfern, 494 im Jahr 2024 bei 332'000 Opfern in Gelb, 84 im Jahr 2025 bei 106'000 Opfern.
Opferzahlen auf Tausend gerundet. Quelle: Scam Sniffer, Jahresberichte 2023 bis 2025

Die Schäden laufen mit dem Markt. 2025 lagen sie im August und September am höchsten, mit 12,2 und 11,8 Millionen Dollar, als Ether stark stieg. Im Dezember waren es nur 2,0 Millionen. Wenn die Kurse steigen, sind die Wallets voller und es wird mehr gehandelt. Das dürfte die Spitzen erklären.

Säulendiagramm der Drainer-Schäden 2025 nach Monat in Millionen Dollar. August mit 12,2 und September mit 11,8 in Gelb sind die höchsten Monate, Dezember mit 2,0 der tiefste.
Monatswerte 2025. Quelle: Scam Sniffer, Jahresbericht 2025

Der grösste Einzelschaden 2025 betrug 6,5 Millionen Dollar, ausgelöst durch eine einzige Permit-Signatur, eine besondere Form der Freigabe. Wer so viel in einer Wallet hält, dürfte kaum ein Anfänger sein. Drainer treffen gerade Menschen, die aktiv mit Krypto arbeiten.

Das Warnsignal: Eine Website verlangt eine Signatur oder Freigabe, damit du etwas «beanspruchen» oder deine Wallet «verifizieren» kannst. Im Zweifel unterschreibst du nicht. Alte Freigaben lassen sich mit einem sogenannten Allowance-Checker regelmässig kontrollieren und widerrufen, das rät auch das FBI.

11
Masche 6

Die vergiftete Adresse

Krypto-Adressen sind lange Ketten aus Zahlen und Buchstaben. Wer zwei davon vergleicht, schaut oft nur auf Anfang und Ende. Darauf baut Address Poisoning, auf Deutsch etwa Adressvergiftung.

Die Angreifer erzeugen eine Adresse, die vorne und hinten genau so aussieht wie eine Adresse, an die du regelmässig überweist. Dann schicken sie dir einen Kleinstbetrag oder eine wertlose Token-Überweisung. Damit steht ihre Adresse in deinem Transaktionsverlauf, gleich neben der echten. Kopierst du beim nächsten Mal die Adresse aus dem Verlauf, geht dein Geld an sie.

270 Mio
So viele Vergiftungsversuche zählte eine Studie in zwei Jahren auf Ethereum und der BNB Smart Chain.

Die Forscher werteten die Zeit von Juli 2022 bis Juni 2024 aus und erfassten nur Stablecoins, also Token mit einem festen Dollarwert. Von den 270 Millionen Versuchen führten 6'633 zum Erfolg. Der Schaden lag bei mindestens 83,8 Millionen Dollar.

Die Trefferquote ist winzig, auf Ethereum lag sie bei 0,01 Prozent. Für die Täter lohnt es sich trotzdem, weil ein Treffer teuer ist. Auf Ethereum verlor ein Opfer im Schnitt 45'853 Dollar, im mittleren Fall waren es 2'169 Dollar. Einige sehr grosse Verluste ziehen den Schnitt also nach oben.

Waagrechte Balken des Schadens je erfolgreichem Address-Poisoning-Treffer in Dollar: Ethereum Durchschnitt 45'853 in Gelb, Ethereum Median 2'169, BNB Chain Durchschnitt 1'164, BNB Chain Median 85.
Juli 2022 bis Juni 2024, nur Stablecoins, daher eine Untergrenze. Quelle: Tsuchiya, Dong, Soska, Christin, «Blockchain Address Poisoning», USENIX Security 2025

Weil die Masche einen Verlauf mit regelmässigen Überweisungen braucht, trifft sie vor allem aktive Nutzer. Das Warnsignal ist hier eine Gewohnheit: Kopiere eine Adresse nie aus dem Transaktionsverlauf. Nutze ein Adressbuch und vergleiche die ganze Adresse, nicht nur Anfang und Ende.

12
Schweiz

Mehr Fälle, kaum Aufklärung

In der Schweiz gibt es keine Schadenssummen, dafür polizeilich registrierte Straftaten. Die Richtung ist dieselbe wie in den USA. 2025 zählte die Polizei 2'854 Fälle von Online-Anlagebetrug, 2,3-mal so viele wie 2021. Die Kategorie umfasst jeden Betrug, bei dem jemand zu einer Anlage in ein wertloses Produkt verleitet wird, also nicht nur Krypto.

4,3 %
So wenige Fälle von Online-Anlagebetrug klärte die Schweizer Polizei 2025 auf.

2021 lag die Aufklärungsrate noch bei 22,6 Prozent. Heute wird kaum noch ein solcher Fall aufgeklärt, und das Geld der Opfer ist dann meistens verloren.

Säulendiagramm der polizeilich registrierten Fälle von Online-Anlagebetrug in der Schweiz: 1'231 im Jahr 2021, 1'590, 2'356, 2'974 und 2'854 im Jahr 2025 in Gelb. Darunter die Aufklärungsrate, die von 22,6 Prozent auf 4,3 Prozent fällt.
Online-Anlagebetrug umfasst nicht nur Krypto. Quelle: BFS, Polizeiliche Kriminalstatistik

Der Fake-Support bleibt auf hohem Niveau, mit 1'400 bis 1'900 Straftaten pro Jahr und 1'708 im Jahr 2025. Diebstahl von Kryptowährungen ist mit 162 Fällen selten, stieg 2025 aber um 71 Prozent. Am stärksten wuchs Phishing, auf 7'409 Fälle, mehr als sechsmal so viele wie 2021.

Drei Felder mit Säulen der in der Schweiz registrierten Straftaten 2021 bis 2025, je mit eigener Skala: Fake-Support zwischen 1'366 und 1'912, zuletzt 1'708; Phishing von 1'210 auf 7'409; Diebstahl von Kryptowährungen zwischen 85 und 110, 2025 mit 162 in Gelb.
Polizeilich registrierte Straftaten, digitale Kriminalität nach Modus Operandi. Quelle: BFS, Polizeiliche Kriminalstatistik

Bei den Opfern ähnelt die Schweiz den USA. Bei Online-Anlagebetrug waren 45 Prozent der Geschädigten 60 oder älter, beim Fake-Support 77 Prozent. Allein 640 Opfer des falschen Supports waren über 70 Jahre alt.

Zwei Felder mit waagrechten Balken der Geschädigten 2025 in der Schweiz nach Alter. Online-Anlagebetrug: am meisten bei 60 bis 69 (524) und über 70 (490). Fake-Support: über 70 mit 640 Personen in Gelb, weit vor allen anderen Gruppen.
Anzahl geschädigter Personen 2025, Altersgruppen unter 20 zusammengefasst. Quelle: BFS, Polizeiliche Kriminalstatistik
13
Schweiz

Was bei der Meldestelle ankommt

Einen zweiten Einblick geben die freiwilligen Meldungen beim Bundesamt für Cybersicherheit BACS. Dort melden Menschen vor allem Versuche, also Betrug, der noch keinen Schaden angerichtet hat. Die Zahlen zeigen damit früh, welche Maschen gerade unterwegs sind.

Die meistgemeldete Betrugsform 2025 waren falsche Anrufe im Namen von Behörden, mit 16'520 Meldungen fast die Hälfte aller gemeldeten Betrugsversuche. Am schnellsten wuchs die Werbung für Online-Anlagebetrug, etwa gefälschte Anzeigen mit Prominenten oder Trading-Seiten. Sie wurde 2025 mit 6'108 Meldungen rund fünfmal so oft gemeldet wie im Jahr davor.

Gruppierte waagrechte Balken der Meldungen an das BACS 2024 und 2025: Anrufe falscher Behörden 21'900 und 16'520, Werbung für Anlagebetrug 1'176 und 6'108 in Gelb, Vorschussbetrug 2'226 und 2'480, Online-Anlagebetrug 762 und 851, Fake-Support 722 und 559, Romance Scam 50 und 71.
Freiwillige Meldungen, überwiegend Versuche ohne Schaden. Quelle: BACS, gemeldete Vorfälle; eigene Auswertung

Gegen die falschen Anrufe wirkt inzwischen eine einfache Massnahme. Seit dem 1. Juli 2026 müssen auch Anrufe aus dem Ausland gekennzeichnet werden, die eine Schweizer Mobilnummer vortäuschen. Im Juli fielen die Meldungen zu falschen Behörden-Anrufen um über 75 Prozent auf unter 100 im Monat, vorher waren es regelmässig über 400.

Die Schweizer Zahlen messen Fälle und keine Franken. Die Muster sind trotzdem dieselben wie in den USA: Der Anlagebetrug hat sich verdoppelt, die Werbung dafür verfünffacht, und der falsche Support trifft fast nur Ältere.

14
Schutz

Wo die Faustregeln reichen und wo nicht

Die bekannteste Regel im Krypto-Alltag lautet: Gib deine Seed Phrase nie heraus und bewahre grössere Beträge auf einer Hardware-Wallet auf. Die Regel ist richtig. Sie schützt vor dem Diebstahl deiner Schlüssel.

Gegen die teuersten Maschen hilft sie aber kaum. Beim Investmentbetrug, beim falschen Support, am Krypto-Automaten und beim Rückholdienst überweist das Opfer selbst. Beim Drainer und bei der vergifteten Adresse unterschreibt oder sendet es selbst. Zusammen ist das in den USA die grosse Mehrheit der gemeldeten Schäden.

Eine Hardware-Wallet kann zudem selbst zum Einfallstor werden, wenn sie auf dem Weg zum Käufer manipuliert wurde. Wie das sogar über einen offiziellen Händler passiert ist, steht in «Der Spion im Gerät».

Wichtiger als jede Technik sind deshalb ein paar einfache Sätze. Ein Anlagetipp von jemandem, den du nie getroffen hast, ist ein Warnsignal. Eine Auszahlung, die zuerst eine Gebühr verlangt, ist keine Auszahlung. Und eine Börse oder Behörde, die sich von selbst meldet und dein Geld in Sicherheit bringen will, ist weder Börse noch Behörde.

Eine Website, die eine Signatur will, damit du etwas «beanspruchen» kannst, will in Wahrheit deine Token. Eine Adresse aus dem Verlauf kann vergiftet sein. Und wer verlorenes Geld gegen Vorauszahlung zurückholen will, ist der nächste Betrüger.

Wer trotzdem Geld verliert, meldet es sofort, in der Schweiz bei der Polizei, in den USA beim IC3. Je schneller gemeldet wird, desto grösser ist die Chance, dass eine Bank oder Börse noch etwas einfrieren kann.

Fazit

Die Schwachstelle ist das Vertrauen

Die teuerste Krypto-Masche braucht keinen Hacker. Es ist der Investmentbetrug mit einer gefälschten Plattform, eingefädelt über eine Bekanntschaft aus dem Netz. Er macht in den USA knapp zwei Drittel der gemeldeten Krypto-Schäden aus und weltweit über 80 Prozent der erfassten Betrugseinnahmen. Dahinter folgen der falsche Support und die falschen Behörden, die derzeit am schnellsten wachsen.

Wallet-Drainer und vergiftete Adressen sind in Dollar kleiner, treffen aber gerade erfahrene Nutzer und umgehen Seed Phrase und Hardware-Wallet. Gemeinsam ist allen sechs Maschen, dass am Ende das Opfer selbst überweist oder unterschreibt. Wer den Ablauf kennt, erkennt den Moment, in dem er aufhören muss.

Die Zahlen steigen, in den USA wie in der Schweiz. Ein Teil davon sind Kurse und bekanntere Meldestellen, ein Teil ist echtes Wachstum. Wie viele Fälle nie gemeldet werden, weiss niemand.

Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen der Information und der Meinungsbildung. Über FabianHinweisImpressumDatenschutz

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The Sanctis Letter 19. September 2026
Was sich beim Sanctis Letter verändert hat

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel am Sanctis Letter und am gesamten Memberbereich verändert.

Einige Dinge seht ihr sofort. Andere fallen wahrscheinlich erst auf, wenn ihr euch etwas durch die Plattform klickt.

Deshalb hier einmal alles gesammelt.

01
Neu gestaltet

Die Plattform sieht jetzt anders aus

Vor allem auf dem Handy war ich selbst nicht mehr zufrieden.

Es war teilweise zu voll und man musste zu lange suchen, bis man dort war, wo man eigentlich hinwollte. Deshalb habe ich die mobile Version fast komplett neu aufgebaut.

Die wichtigsten Bereiche findet ihr jetzt direkt unten in der Navigation.

Auch die Desktop-Version habe ich angepasst und an vielen Stellen aufgeräumt.

02
Neu

Auf Home findet ihr sofort den neusten Letter

Wenn ihr euch einloggt, seht ihr direkt den aktuellsten Sanctis Letter.

Darunter findet ihr auch die Inhalte, die ihr zuletzt gelesen habt. Wenn ihr einen Letter nicht fertig gelesen habt oder später noch einmal öffnen möchtet, müsst ihr ihn nicht erneut suchen.

Eine simple Änderung, die meiner Meinung nach schon lange gefehlt hat.

03
Neu geordnet

Research ist jetzt klarer aufgebaut

Im Research-Bereich findet ihr die Sanctis Letters und die kostenlosen Marktupdates sauber voneinander getrennt.

Ich spiele aktuell auch mit dem Gedanken, die normalen Letters teilweise etwas kürzer zu halten.

Nicht weniger Research und nicht weniger Inhalt. Einfach schneller zum eigentlichen Punkt.

Ich merke selbst, dass man nicht jeden Gedanken über zehn Absätze erklären muss. Mir ist wichtiger, dass ihr nach einem Letter genau wisst, was ich sehe, welche Szenarien ich beobachte und was meine Einschätzung verändern würde.

04
In Überlegung

Kurzfristige Einschätzungen

Im Bereich Updates findet ihr aktuell vor allem Änderungen rund um die Plattform.

Ich überlege gerade, dort zusätzlich kurzfristige Gedanken zum Markt zu veröffentlichen.

Also Beobachtungen, Veränderungen oder Einschätzungen, die wichtig sind, aber keinen kompletten Sanctis Letter benötigen.

Manchmal passiert etwas am Markt und ich möchte euch kurz sagen können, wie ich es einordne. Dafür jedes Mal einen ganzen Letter zu schreiben, macht keinen Sinn.

05
Neu

Ihr könnt mir direkt schreiben

Neu gibt es eine eigene Support-Seite.

Dort könnt ihr mir direkt Fragen stellen. Egal ob zu einem Sanctis Letter, zum Markt, zur Plattform oder zu einem anderen Thema.

Ihr müsst mir keine Mail schreiben oder mich irgendwo auf Social Media suchen. Alles läuft direkt über die Plattform.

Wenn ihr eine Anfrage sendet, schaut am nächsten Tag noch einmal rein. Ich habe euch dort dann sehr wahrscheinlich bereits geantwortet.

06
Kommt bald

Der Kalender kommt bald

Der neue Kalender ist noch nicht ganz fertig, sollte aber bald verfügbar sein.

Dort seht ihr, welche Letters, Playbooks und Live-Desk-Sessions ich als Nächstes plane.

Ich werde dort aber nicht drei Wochen im Voraus irgendwelche Themen eintragen, nur damit der Kalender voll aussieht.

Der Markt hält sich schliesslich auch nicht an meinen Plan.

Ihr seht, woran ich gerade arbeite und was als Nächstes geplant ist. Wenn plötzlich etwas Wichtigeres passiert, kann sich dieser Plan jederzeit ändern.

07
Geplant

Es wird grössere Playbooks geben

Neben den normalen Sanctis Letters möchte ich künftig auch deutlich längere Berichte zu einzelnen Themen veröffentlichen.

Zum Beispiel ein vollständiges Q4-Playbook mit meinen Erwartungen, verschiedenen Szenarien und den Punkten, bei denen sich meine Einschätzung ändern würde.

Diese Berichte werden als PDF auf der Plattform erscheinen und ebenfalls im Kalender angekündigt.

So muss ich nicht versuchen, jedes grössere Thema in einen normalen Letter zu pressen.

08
Neu

Der Live Desk

Neu gibt es ausserdem den Live Desk.

Das ist ein Chat, den ich zu bestimmten, vorher angekündigten Zeiten freischalten werde.

Zum Beispiel während eines FOMC-Meetings, bei wichtigen Marktereignissen oder wenn ich gerade aktiv den Markt analysiere.

Ihr könnt dort live mitlesen, Fragen stellen, selbst etwas schreiben oder mitdiskutieren.

Die Idee dahinter ist, euch näher an meine tatsächliche Arbeit zu bringen. Nicht immer erst Stunden später einen fertigen Rückblick veröffentlichen, sondern euch teilweise schon währenddessen zeigen, was ich gerade sehe und wie ich die Situation einordne.

Warum ein Chat und kein Livestream?

Weil ich kein Content Creator bin und auch keiner werden möchte.

Wenn ich während eines wichtigen Markttermins stundenlang in eine Kamera spreche, liegt mein Fokus irgendwann auf dem Stream und nicht mehr auf dem Markt.

Im Live Desk kann ich kurz eine Einschätzung schreiben, eine Frage beantworten oder eine Diskussion starten und mich danach wieder auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht.

Den Markt.

09
Unverändert

Die Suche bleibt bestehen

An der Suche ändert sich nichts.

Ihr könnt weiterhin nach älteren Letters, Themen und anderen Inhalten suchen.

Jetzt brauche ich eure Meinung

Ich baue den Sanctis Letter am Ende nicht für mich.

Deshalb möchte ich von euch wissen, was euch noch fehlt.

Was nervt euch? Was ist unnötig kompliziert? Welche Funktion oder welches Format würdet ihr tatsächlich benutzen?

Ihr müsst daraus keinen schönen Text machen. Schreibt einfach ehrlich rein, was ihr denkt.

Ich lese alles.

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Angekommen. Danke dir.

Deine Zeilen liegen in meinem Postfach. Wenn du eine Antwort erwartest, schreib mir zusätzlich über die Support-Seite, hier gibt es kein Feld dafür.

Fabian De Sanctis
The Sanctis Letter
19. September 2026