Die Karte
Ein bewusst kürzerer Letter. Die Analyse steht seit gestern, jetzt kommt die Landkarte der Liquidität, von der Nahzone bis zum Makro-Boden.
Hey Leute, in Letter XXI "Die Welle" habe ich euch gezeigt, wie der Squeeze von der 62'000er-Basis losgelaufen ist, und meine Haltung war klar: Gewinne laufen lassen, Stop nachziehen, die Welle reiten und nicht bei jedem Dollar nervös werden. Genau das ist jetzt eingetreten. Die Welle hat Bitcoin bis an die 80'000 getragen und ist dort ins Stocken geraten. Kein Absturz, kein Ausbruch, sondern ein Ringen an einer klaren Kante.
Gestern habe ich im kostenlosen Marktupdate "Die Kluft" das ganze grosse Bild ausführlich aufgeschrieben. Die stagflationäre Makrolage, die Rekord-Geldmenge als Treibstoff, die ETFs, die mehr als das Dreifache der Neuproduktion aufsaugen, und die entscheidende Trennung zwischen dem Angebot im Gewinn und dem Kapital im Verlust. Wer das noch nicht gelesen hat, sollte es nachholen, denn es ist das Fundament unter allem, was hier folgt. Was in diesem gratis Update bewusst gefehlt hat, sind die konkreten Zonen. Die Marken, die ich selbst anschaue, an denen ich meine Entscheidungen festmache. Und genau die liefere ich dir jetzt.
Dieser Letter ist deshalb kürzer als sonst. Kein neues Makro, keine neuen On-Chain-Signale, sondern eine reine Landkarte. Wir lesen die Liquidität von ganz nah bis ganz weit, und am Ende bekommst du meine Levels sauber sortiert in einer Übersicht. Also, letsgo.
Rückblick · Marktstruktur
Die Welle ist an der 80'000er-Tür angekommen, und dort wartet sie
Fassen wir kurz zusammen, wo wir stehen, damit alle dasselbe Bild vor Augen haben. Der ganze Anstieg der letzten zwei Wochen war eine einzige impulsive Bewegung. Von der Basis rund um 62'000, wo sich der Markt den Sommer über gesammelt hat, ging es in einem Zug hinauf bis an die 80'000. Das ist die Welle aus dem letzten Letter, und sie war kräftig. Solche Bewegungen brauchen danach fast immer eine Pause, in der der Markt verschnauft und schaut, wer zu diesen Preisen noch kaufen will.
Genau diese Pause erleben wir jetzt. Der Kurs pendelt seit Tagen zwischen den hohen 77'000ern und der 80'000, ohne nach oben durchzubrechen und ohne nach unten wegzukippen. Das deckt sich exakt mit dem, was ich gestern über die Short-Term Holder geschrieben habe. Ihre durchschnittliche Kostenbasis liegt bei rund 70'100, sie sitzen bei 80'000 also auf ordentlichem Buchgewinn, und genau deshalb wird die 80'000 zur Ausgangstür, an der viele ihre Gewinne mitnehmen. Der Verkaufsdruck kommt nicht von Schwäche, er kommt von Leuten, die einfach realisieren wollen.
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